Ein weiterer Tag in Amman

14Sept2018

Guten Morgen - es ist 8.30 Uhr und wir sind schon unterwegs Richtung Norden. Es ist Freitag und somit Feiertag für die Jordanier. Die Straßen sind leer und die Fahrt ist sehr entspannt. Nördlich von Amman wird das Obst und Gemüse für die Suqs angebaut. Hier gibt es Oliven- und Granatapfelbäume und die Landschaft wird langsam grüner.

 

  Der Fluss Jobbok

Nach 1 1/2 Stunden Fahrt landen wir in Umm Qays. Die Stadt liegt  auf einem strategisch wichtigem Sattel mit schönem Fernblick und den eindrucksvollen Ruinen der hellenistisch-römischen Philosophenstadt Gadara.

Gadara ist sehr beeindruckend und Ausflugsziel für alle Nationen. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Golanhöhen und zum See Genezareth. Die Golanhöhen See Genezareth

Es ist wieder sehr heiss, aber das bunte Treiben und die wundervolle Landschaft ist jeden Tropfen Schweiß wert.

Beeindruckend ist das Theater aus schwarzem Basaltstein und die lange Säulenstrasse. Gruppenfoto im Theater

Harro, der mich mit Fotos für den Blog tatkräftig unterstützt, ist kein Berg zu hoch für das beste Foto! Danke für Deine Mühe und das Herzblut das Du da reinsteckst😊

Harro im Einsatz

Ich nutze die Busfahrten zum Schreiben ✍️ 

Wenn ich nicht gerade einen Fototermin mit Omar Sharif, unserem Busfahrer habe.

Mittagessen ist wieder köstlich! Wir essen im „ Green Valley Restaurant“ - ein beliebtes Ausflugsrestaurant. Hier wird das Fladenbrot frisch gebacken und der Toilettenmann sprüht dich am Schluss noch mit Parfum ein ( sehr saubere Toiletten mit Wasserdusche😄)

Wir fahren ein kurzes Stück weiter nach Jerash, dem antiken Gerasa und schauen uns dort die römischen Ausgrabungen an. Die Franzosen haben sie um die Jahrhundertwende entdeckt. Unvorstellbar gigantisch und wer denkt er kennt schon alles, weil er Rom gesehen hat, wird hier eines besseren belehrt. Die Ausgrabungen sind nicht geschützt oder werden bewacht, sie gehören praktisch zum Stadtbild und die Menschen haben sich einfach rund um die Ausgrabungen angesiedelt. An einem Feiertag wie heute, nutzen die Einheimischen die weitläufige Anlage zum flanieren, die Kinder zum spielen und auch zum Picknick machen eignen sich die ehemaligen Kirchen, Geschäfte, Terrassen und Tore.

   

Am Nachmittag macht uns allen die Hitze zu schaffen und wir greifen die Idee Kopftuch dankbar auf. Das binden lernen wir auch noch.

 

Unsere Führerin Juliane lässt sich nicht unterkriegen und hat Energie ohne Ende. Sie führt uns mit viel Enthusiasmus durch die Anlage und wir machen wieder mal eine Tee-(schwarzer Tee mit Minze und Zucker - herrlich) oder je nach Wunsch Kaffeepause (schwarz mit Kardamon gewürzt).

Der Abend klingt im Hotel aus. Schon wieder gibt es eine Hochzeit. Wir sind fröhliche Beobachter und nehmen noch einen Schluck Wein ( ja, es gibt jordanischen Wein - und der ist gar nicht schlecht) Gute Nacht! Morgen früh 6.30 Uhr kommt der Weckruf!